Kreismusikschule Uckermark    Pressemitteilungen    14.09.2012, Uckermark Kurier, Prenzlauer Zeitung

14.09.2012, Uckermark Kurier, Prenzlauer Zeitung

Esser Nr. 5 leider die Treppe hinabgestürzt

von Claudia Marsal

Am Frühstückstisch der Kreismusikschule bleibt gestern ein Stuhl leer. Nebenstellenleiter Ronald Lewin verpasst das Essen mit der Heimatzeitung, auf das er sich so gefreut hat. Seine Kollegen fühlen mit dem verunfallten Templiner und wünschen baldige Genesung.

Jürgen Bischof (vorn), Dieter Grenz, Jeannine Schrot und Karin Kommander spielten ihrem verunfallten Kollegen vorm Essen noch schnell einen musikalischen Genesungsgruß.

Foto: Claudia Marsal

Prenzlau. Jürgen Bischof hatte sich so gefreut, seine „Schäfchen“ mal wieder alle an einem Tisch zu haben. Bei der Frühstücksaktion des Uckermark Kurier wollte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und nach dem Schmaus mit der Heimatzeitung noch dienstliche Dinge auf kurzem Wege klären.

Doch dann bekam er am Wochenende die Unfallmeldung seines geschätzten Templiner Nebenstellenleiters. Ronald Lewin war die Treppe hinuntergestürzt. „Wir hoffen, dass er bald wieder auf die Beine kommt“, übermittelte der Leiter der Kreismusikschule Uckermark die Genesungswünsche aller Kollegen. Ein Gutes habe die Sache allerdings, verrieten die Mitarbeiter im Scherz. „So sind wenigstens die Hackepeterbrötchen für uns geblieben, die mag der Herr Lewin nämlich besonders gern.“ Aber selbst mit ihm am Tisch hätte niemand fürchten müssen, nicht satt zu werden. Die Kantine Weigang hatte in bewährter Weise die Brötchentabletts gefüllt. „Das ist nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus“, versicherten Jürgen Bischof und seine Kollegen nach der Frühstücksrunde.

Warum er als Chef die Initiative ergriffen und seine Institution für die Aktion angemeldet habe, das sei schnell auf den Punkt gebracht, sagte Jürgen Bischof. „Auf sie ist in jeder Lebenslage Verlass. Selbst wenn ich nicht vor Ort sein kann, weiß ich, dass der Laden läuft“, versicherte der Boss. In den nächsten Tagen wird ihm diese Gewissheit besonders wichtig sein, dann geht Bischof nämlich mit dem Kammerchor auf Reisen. Die Sänger aus der Uckermark gastieren in Russland.

Zur Struktur der Kreismusikschule verriet er abschließend, dass die Schülerzahl in den letzten Jahren trotz ungünstiger demografischer Entwicklung gleich hoch geblieben sei. Um die tausend Mädchen und Jungen belegen zurzeit Kurse bei 31 Lehrern der Kreismusikschule. „Das ist schon ein toller Wert“, schätzte Bischof ein, der bürge für die gute Qualität der Arbeit der Dozenten, die von Gesangsausbildung über die Bläserstrecke bis hin zum Tanzunterricht die ganze musikalische Bandbreite abdeckten. Von den Gebühren her sei man in der Uckermark immer noch moderat, trotz der vergleichsweise geringen Erhöhung, die vor Wochen für heftige Diskussionen in der Zeitung geführt hatte, sei kaum jemand abgesprungen, freut er sich. Dieses Frühstück habe man sich also allemal verdient.